Diabetes bei Katze und Hund

Der erste Schritt im Umgang mit Diabetes bei Tieren ist, die Krankheit zu verstehen. Je mehr Sie über Diabetes wissen, umso besser können Sie gemeinsam mit Ihrem Tierarzt für die Gesundheit Ihres Tieres sorgen. Es ist wichtig zu wissen, dass die Symptome von Diabetes bei Menschen und Tieren ähnlich sind, für die Messung des Blutzuckers allerdings speziell kalibrierte Messgeräte benötigt werden.
 
6 von 500 Katzen und 3 von 500 Hunden sind Diabetiker.

Diabetes ist von Tier zu Tier verschieden. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig Symptome frühzeitig zu erkennen und die Beobachtungen mit dem Tierarzt zu besprechen. Bei einem Verdacht auf Diabetes sollten weiterführende medizinische  Untersuchungen durchgeführt werden.

Bei Verdacht auf diabetische Ketoazidose – eine schwere Komplikation des Diabetes – kann Ihr Tierarzt mit dem WellionVet BELUA Messgerät zusätzlich die Ketonkörperkonzentration im Blut Ihres Tieres ermitteln.  Die Messungen können sowohl aus in Kapillarblut als auch aus in venösem Blut erfolgen.
 
Wenn Diabetes in einem frühen Stadium erkannt wird, kann gesundheitlichen Kurz- und Langzeitfolgen entgegengewirkt werden.

 

Regelmäßige Blutzuckermessungen spielen eine bedeutende Rolle in  der erfolgreichen Therapie von diabetischen Tieren. Die Blutzuckermessung sollte unter gewohnten Bedingungen zu Hause erfolgen. Das reduziert Stress und versorgt Ihren Tierarzt mit genauen Daten zur Anpassung des Behandlungsplanes für Diabetes.
 
Das WellionVet BELUA Messgerät ist speziell für Hunde und Katzen entwickelt. Für die präzise Blutzucker- und Ketonkörpermessung wird je nach Tierart ein spezieller Teststreifen und spezieller Code Chip verwendet.
 

 

Diabetes mellitus bei Tieren

Diabetes Typ 1
 
Häufig bei Hunden

Immunbedingte Zerstörung der Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse
Absoluter Insulinmangel
 
Erhöhtes Risiko:

  • Mittleres bis hohes Alter
  • Rassen mit einer genetischen Veranlagung für Diabetes
  • Zusätzlich auslösende Faktoren

 

Diabetes Typ 2
 
Häufig bei Katzen

Insulinresistenz und Funktionsstörung der Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse
 
Erhöhtes Risiko:

  • Hohes Alter
  • Kastrierte Kater
  • Fettleibigkeit
  • Wohnungskatzen
  • Bewegungsmangel

 

Diabetes Typ 3
 
Bei Hunden und Katzen

Sekundärer Diabetes
 

  • Durch andere Erkrankungen (Hyperthyreose, Akromegalie, Hyperkortisolismus,...), oder Medikamente (Glukokortikoide, Progestagen) oder Pankreastumoren ausgelöst
  • Ein erhöhtes Risiko besteht für nicht kastrierte Hündinnen

 

Hat Ihr Haustier Diabetes?

Erkennen Sie die Warnsignale!

Übermäßiger Durst

Häufiges Urinieren

Fressattacken

Energielosigkeit

Abmagerung trotz gesteigerter Nahrungsaufnahme

 

 

Warum ist die Blutzuckerkontrolle zu Hause so wichtig?

Verschiedene Faktoren können den Blutzuckerwert bei Tieren beeinflussen. Katzen sind durch den Transport zum Tierarzt, Untersuchungen und andere unübliche Situationen schnell gestresst. Eine durch Stress verursachte Hyperglykämie erhöht den Glukosespiegel im Blut und deshalb falsch erhöhte Blutzuckerwerte verursachen. Aus diesem Grund kann die Diagnose von Diabetes nicht durch einen einzelnen Blutzuckerwert gestellt werden.
 
Erhöhte Blutzuckerwerte bei Hunden und Katzen können bei diversen Begleitumständen auftreten wie beispielsweise anderen hormonellen Krankheiten, chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung, einigen Tumorerkrankungen, nach Traumen, bei neurologischen Erkrankungen oder durch einige Medikamente wie zum Beispiel bei langfristiger Glukokortikoid-Verabreichung.
 

Wenn die Blutzuckermessungen mit Ihrem Haustier zu Hause unter entspannten gewohnten Bedingungen durchgeführt werden,  sind die Resultate sehr viel verlässlicher und verursachen für Haustier und Tierhalter weniger Stress.
 
Um die Krankheit unter Kontrolle zu halten ist eine regelmäßige Überprüfung des Blutzuckerspiegels notwendig. Basierend auf den Messergebnissen kann der Behandlungsplan Ihres Tieres von Zeit zu Zeit angepasst werden. Die genauen Messergebnisse mit dem WellionVet BELUA Messgerät sind für die Bewertung durch den Tierarzt hervorragend geeignet.

Wichtig! Ihr aktiver Umgang mit Diabetes, die Blutzuckermessung zuhause in gewohnter Umgebung und die kompetente Betreuung Ihres Tierarztes tragen zu einem erfolgreichen Management des Diabetes bei Ihrem Haustier bei.

 

Warum ein spezielles Blutzuckermessgerät für Tiere?

Unterschiedliche Kalibrierung (=Eichung) der Blutzuckermessgeräte von Menschen und Tieren


Wenn Sie ein Blutzuckermessgerät für menschliches Blut bei einer Katze oder einem Hund verwenden, kann es zu ungenauen Messwerten und einer zu niedrigen oder auch zu hohen Anzeige des Blutzuckerwerts führen.

Ein Blutzuckermessgerät für Menschen ist für menschliche Blutparameter kalibriert und wertet den humanen Blutzucker aus. Das Resultat unterscheidet sich vom Resultat bei Katzen und Hunden. Um einen verlässlichen Blutzuckerwert für Ihr Haustier zu erhalten, wird ein speziell für Tiere kalibriertes Blutzuckermessgerät benötigt.
 
Ihr WellionVet BELUA Blutzuckermessgerät berücksichtigt alle diese Unterschiede und ist speziell für Katzen und Hunde kalibriert (=geeicht).
 

Das Blut von Mensch und Tier ist unterschiedlich!

Die Verteilung von Glukose im Blut von Menschen und Tieren ist unterschiedlich. Einerseits haben Menschen und Tiere einen unterschiedlichen Hämatokritwert (Mensch: 37-50%, Hund: 37-55%, Katze: 27-47%), das bedeutet, dass die Zahl der roten Blutkörperchen unterschiedlich ist.
 

Da auch die Größe der roten Blutkörperchen zwischen den Spezies stark variiert, findet sich die Glukose zu unterschiedlichen Anteilen im Blutplasma. Zum Beispiel beträgt der Anteil der Glukose in den roten Blutkörperchen beim Menschen ca. 42%, während ca. 58% der Glukose im Plasma vorkommt.
 
Bei Katzen (weniger und kleinere rote Blutkörperchen) verteilt sich die Glukose nur zu ca. 7% in den roten Blutkörperchen und der Großteil von ca. 93% des Zuckers befindet sich im Blutplasma.

Die richtige Blutentnahme bei Tieren

Wo darf ich messen?
 

Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie die richtige Blutzuckermessung bei Ihrem Tier erfolgen soll. Dieser wird Sie über die besten Blutentnahme-Stellen informieren.

Von folgenden Stellen können Sie einen Blutstropfen für die kapilläre Blutzuckermessung entnehmen:

  • von der Innenseite des Ohres
  • vom Pfotenballen
  • von der Innenseite der Lippe
     

Für eine korrekte Messung ist nur ein kleiner Blutstropfen notwendig.

Nützliche Hinweise im Umgang mit Diabetes bei Tieren

Was darf ich?

  • Verwenden Sie ausschließlich für Tiere speziell kalibrierte WellionVet Blutzuckermessgeräte
  • Messen Sie regelmäßig den Blutzucker Ihres Haustieres gemäß den Anweisungen Ihres Tierarztes
  • Notieren Sie die Blutzuckerwerte, die Futtermenge, die Insulindosis und die Messzeit im Wellion Tagebuch
  • Informieren Sie Ihren Tierarzt, wenn der Messwert außerhalb des vom Tierarzt vorgegebenen Bereiches ist
  • Wenn der gemessene Blutzuckerwert unter 70 mg/dL (3,9 mmol/L) liegt, messen Sie erneut um eine Unterzuckerung rechtzeitig zu erkennen. Sie können einen Unterzuckerung mit Invertzuckersirup rasch bekämpfen.
  • Füttern Sie nur die mit Ihrem Tierarzt abgesprochenen Futtermengen
  • Verständigen Sie Ihren Tierarzt, wenn sich das Verhalten Ihres Haustieres verändert
     

Was nicht?

  • Verwenden Sie kein Blutzuckermessgerät, das nur für Menschen kalibriert ist
  • Verringern oder vergrößern Sie die Futtermenge nicht ohne Ihren Tierarzt zu informieren
  • Verabreichen Sie kein Insulin das nicht ordnungsgemäß gelagert wurde
  • Verändern Sie die Insulinmenge nicht, ohne vorher mit Ihrem Tierarzt gesprochen zu haben
  • Wenn Ihr Haustier nicht frisst oder erbricht kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Tierarzt