Bluthochdruck (Hypertonie)

das unbemerkte Risiko für Ihre Gesundheit

Rechtzeitig behandeln - Herzgesundheit erhalten

 

Unser Herz – ein faustgroßes und etwa 300g „schweres“ Leichtgewicht. 70ml Blut pro Schlag, 5 Liter Blut pro Minute, 7000 Liter Blut pro Tag und 2 Millionen Liter Blut im Laufe eines 80-jährigen Lebens. Diese Aufgabe erbringt unser Herz unentwegt und ohne Wartung. Mit dieser notwendigen Leistung kann es zur Zeit keine Maschine der Welt aufnehmen. Doch was passiert wenn diese Maschinerie ins Stocken gerät?

 

Was ist Bluthochdruck?

Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, ist eine der am häufigsten auftretenden chronischen Erkrankungen. In vielen Fällen bestehen zusätzlich eine Diabeteserkrankung und eine Störung im Fettstoffwechsel. Durch eine begleitende Störung im Fettstoffwechsel kommt es zu einer zusätzlichen Verengung der Blutgefäße, die zu einer weiteren Verschlechterung des Blutdrucks führt. Oft schleichend und unbemerkt entwickeln sich diese Krankheiten zu einem Risiko für Ihre Gesundheit. Durch eine anhaltende Schädigung des Herz- und Gefäßsystems können akute Ereignisse wie z.B. ein Herzinfarkt oder Schlaganfall auftreten. Gleichzeitig kann sich eine chronische Beeinträchtigung anderer Organsysteme entwickeln.

Bei jedem Menschen herrscht in den Blutgefäßen ein bestimmter Druck, auch als Gefäßdruck bezeichnet. Dieser Druck wird durch die Auswurfkraft des Herzens erzeugt. Das Herz ist somit der „Motor“ des Blutflusses, welcher im gesamten Körper zirkuliert und die Zufuhr von Sauerstoff und allen Nährstoffen gewährleistet. Bei einem Erwachsenen liegt der optimale Blutdruck bei unter 120/80 mmHg. Ein Hochdruck liegt dann vor, wenn bei mehreren Messungen die Werte über 140/90 mmHg steigen. Für eine sichere Diagnosestellung, und auch um die angesetzte Therapie zu überprüfen, ist das Anlegen einer sogenannten 24h – Blutdruckmessung am sinnvollsten.

Weder das Alter noch das Geschlecht schützen vor Bluthochdruck. Man schätzt, dass zur Zeit etwa ein Drittel der Bevölkerung von Bluthochdruck betroffen sind.

 

Was macht den Bluthochdruck so gefährlich?

Zu hoher Blutdruck überlastet Herz und Gefäße. Das Herz muss mit zusätzlicher Kraft schlagen und kann sich dabei unnatürlich vergrößern, was wiederum zu einem erhöhten Sauerstoffbedarf führt. Die Gefäße verengen sich und können starr und unelastisch werden. Das hat zur Folge, dass das Gehirn, die Niere und das Herz selbst schlechter durchblutet werden. Zusammen mit dem Rauchen und erhöhten Blutfettwerten zählt der Hochdruck deshalb zu den gefährlichsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Ein ungenügend oder gar nicht behandelter Hypertonus macht oft über längere Zeit keinerlei Beschwerden. Doch im Alter können Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen zu Bluthochdruck führen. Folgende Komplikationen können daraus entstehen:

  • Herzschwäche bis hin zum Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Durchblutungsstörungen in den Beinen (Arteriosklerose)
  • Gefäßschäden an den Nieren und Augen